Weihnachtsbrief 1.Advent 2023
„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort)
Liebe Freunde und Wohltäter,
was will uns dieser Spruch sagen? Will er uns damit sagen, dass viele kleine Helfer und Spender zusammen eine große Wirkung erzielen können, dass der einzelne Tropfen auf dem heißen Stein mit allen anderen Tropfen einen großen Fluss ergeben kann?
Daran glauben wir!
Dass wir mit allen Spendern der Stiftung zusammen viel Leid in Santo Domingo lindern können. Sei es in den Kinderheimen, Mutter-Kindheimen, Altenheim, Armenvierteln und in weiteren Projekten unserer Stiftung.
Diese werden wir Ende November wieder persönlich besuchen. Mein Mann Ralf und ich werden zusammen mit Peter Linde, einem sehr guten Freund, Mitarbeiter und Spender der Stiftung, am 23.11.2023 nach Ecuador fliegen.
Wir werden alle Projekte besuchen und schauen, wie sie sich entwickelt haben und ob die gespendeten Gelder gut und richtig verwendet wurden.
Schwester Teresita und Bischof Bertram haben für uns einen Zeitplan erstellt, damit wir in unserer Woche alle Einrichtungen besuchen können. Wir fahren ins Armenviertel und schauen nach den neuern Dächern der Hütten, wir gehen in die Kinderheime Casa Hogar de Jesus, Valle Feliz, Casa Luca und Casa Annette. Einen Besuch findet auch im Altenheim und an der Universität statt.
Die Kinder, die die Schulstipendien erhalten besuchen uns alle im Bischofshaus, bringen ihre Zeugnisse mit und erzählen uns ihre Berufswünsche. Auch das Mutter-Kindheim und das Behindertenheim wird von uns besucht.
In unseren Koffern bringen wir für die Kinder Gummibärchen, Lutscher, Stofftiere und Kleidung mit. Leider können wir nicht viele Sachen mitnehmen, da wir in der Kofferanzahl begrenzt sind. Aber so viel, wie es geht, wird eingepackt. Es ist jedes Mal wieder berührend, wenn man in den Armenvierteln oder Kinderheimen Süßigkeiten oder Stofftiere verschenkt. Die kleinen Kinder schauen einem mit großen leuchtenden Augen an, drücken das Stofftier an sich, schieben den Lutscher in den Mund und legen ihr, von Gummibärchen verklebtes Händchen, in Deine Hand und wollen Dir so ihre Dankbarkeit zeigen. Die größeren Kinder, die solche Geschenke auch nicht kennen, drücken Dich und wollen Dich gar nicht wieder los lassen. Das sind Momente, die man nie vergisst und die einem ein Lächeln auf sein Gesicht zaubern. Mit Kleinigkeiten kann man hier viele glücklich machen. Auch im Altenheim werden die Süßigkeiten gerne angenommen, denn die alten Menschen freuen sich sehr darüber, denn sie bekommen kaum Besuch und wenn, dann gibt es keine Geschenke.
Man muss auf alle Fälle immer wieder betonen, wie gut die Kinder oder die alten Menschen in den Heimen aufgehoben sind. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, zusammen mit ihren Freiwilligen, versuchen mit aller Kraft, dass sich die Menschen in den Heimen wohlfühlen, dass sie in einem familiären Umfeld aufwachsen bzw. altern können. Es gibt einen geregelten Tagesablauf, es gibt zu Essen und zu Trinken und es wird mit ihnen gespielt. Die Kinder gehen in den Kindergarten oder die Schule, müssen aber natürlich auch kleinere Arbeiten je nach Alter verrichten, z. B. Betten machen, Geschirr abräumen, im Garten und bei der Wäsche helfen.
Die Kinder wissen aber auch, wie gut sie es in den Heimen haben, auch weil viele sich noch darin erinnern können, wie es ist, auf der Straße zu leben oder in einer Familie, in der Gewalt und Drogen zum Tagesablauf gehören.
Wir werden Ihnen, wenn wir wieder aus Ecuador zurück sind, einen Reisebericht mit unseren neuen Erfahrungen und Bildern zukommen lassen.
Wiederum wollen wir Ihnen hier bestätigen, dass
alle Spenden, Zuwendungen und Zustiftungen werden zu 100% zugunsten des Stiftungszweckes verwendet. Der Stiftungsvorstand erstattet alle Aufwendungen durch Ausgleichsspenden. Es entstehen der Stiftung daher keinerlei Kosten.
(Bescheinigung des Steuerberatungsbüros können Sie auf unserer Homepage nachlesen)
Zum Abschluss sagen wir Ihnen allen noch einmal „Danke“, für Ihre großzügigen Spenden und Unterstützungen. Wir führen diese Stiftung, aus Liebe zu den Menschen vor Ort und wollen sie mit Ihrer Hilfe, zum Segen der Kinder und Menschen, die weiterhin auf unsere Hilfe hoffen, mit aller Kraft weiterführen.
Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachten, Gesundheit und Glück im Jahre 2024.
Dieter Schmich und Karin Pfeifer
(Vorstände der Stiftung)
Für eine Unterstützung der verschiedenen Projekte wären wir Ihnen sehr dankbar.
Kontoverbindung:
Stiftung Brücke nach Ecuador, IBAN: DE88 6729 0000 0042 6464 07
BIC: GENODE61HD1