Weihnachtsbrief                                                                    1.Advent 2022

 

 

„Willst Du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück; denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

 

dieser Spruch sollte sich jeder verinnerlichen, da das Leben begrenzt ist und daher, zum unglücklich sein, zu kurz!

 

„Was kann ich tun, um andere Menschen glücklich zu machen, um selbst glücklich zu werden?“

Das wissen die Freunde und Gönner dieser Stiftung. Anderen Menschen, denen es schlechter geht, mit einer Spende zu helfen, damit sie ihre Alltagssorgen etwas vergessen können. Dass für sie und ihre Kinder genug zu essen da ist, dass für Schule, Ausbildung und Arbeit gesorgt wird und  das Leben dadurch ein wenig glücklicher wird.

 

Als Beispiel möchten wir Ihnen dieses Jahr zwei von unseren Kinderheimen vorstellen:

Das „Casa Hogar de Jesus“, das Jungenkinderheim, das von „Schwester Teresita“  geleitet wird und dieses Jahr seinen 35. Geburtstag gefeiert hat und das Casa de Luca, das unter der Leitung von David, dem Chef der FASCA (Fundacion Accion Social Caritas) in Santo Domingo, steht.

Casa Hogar de Jesus: Teresita wird bei ihrer Arbeit von mehreren Mitarbeiterinnen und zwei bis drei Freiwilligen unterstützt. Die Freiwilligen kommen meist aus Deutschland und absolvieren dort ein soziales Jahr.

Zurzeit leben im Heim ca.  35 – 40  Jungen, die meist aus Alkohol- und Drogenabhängigen Familien stammen oder es sind Kleinkinder, die die Polizei auf der Straße aufgreift und ins Heim bringt.

Dieses Heim ist nicht nur ein Aufnahmeort für Kinder und Jugendliche, sondern es ist für sie ein Ort, der ihnen eine Erziehung für ihr Leben bietet, ihnen eine ganzheitliche Bildung ermöglicht mit der Autonomie als wichtigstes Merkmal. Das ist der Wunsch, den das Erzieherteam und auch wir als Stiftung für jeden von ihnen haben.

Seit 35 Jahren gibt es dieses Heim und dass es möglich geworden ist, diesen Geburtstag zu feiern, ist für alle Kinder ein Segen. Wir hier in Deutschland danken denjenigen dort, die diese Arbeit begonnen haben und all denen, die im Laufe des Jahres ihre Spuren bei den Kindern und Jugendlichen hinterlassen haben.

Es ist für die Kinder sehr wichtig, ihnen einen Raum für die Bildung ihres Geistes und ihrer Seele zu geben. Jeden Tag versuchen dort die Mitarbeiterinnen und Freiwilligen ihnen zu helfen wieder zu vertrauen, zu lachen, sich geliebt zu fühlen und wieder in einem gesunden familiären Feld zu leben.

Das Erzieherteam arbeitet ständig daran den Selbstwert der Kleinsten zu stärken, damit sie lernen miteinander zu leben,  ihre persönliche Berufung zu erkennen und ihre Identität aufzubauen.

Bildung in diesem Sinne bedeutet, dass es ein echtes Anliegen ist, jedes Kind und jeden Jugendlichen in seiner Gesamtheit zu fördern, damit es sein volles Potential und Fähigkeiten entwickeln kann.

Die Instrumente, die uns zur Verfügung stehen, wie backen, kochen, Sport, Kunsthandwerk,  Bauernhof, Schule und außerschulische Erfahrungen sind wichtige Eckpfeiler dieses Bildungsprogrammes.

Die Kinder haben das Glück, dass zu dem Kinderheim eine große Finca gehört. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und den Freiwilligen halten sie sich oft auf dem Bauernhof auf. Die Kinder können dort Wochenenden verbringen und von der Natur lernen. An diesem Ort lernen die Jungs zu fischen und den Prozess der Pflanzen kennen.

Dieser Ort ist auch eine Art Schule, den die Kinder dafür nutzen, zu lernen und den Tag auf dem Land zu genießen. Dank diesem ergiebigen Stück Erde können die Kinder die Früchte genießen, die uns die Bäume schenken und die Eier und das Fleisch, das uns der Bauernhof gibt.

Gemeinsam mit den Erziehern und Freiwilligen erleben die Kinder die Freude am Ernten und an dem was die Natur schenkt. Der Erzieher Luis ist Agraringenieur und hat den Kindern die Zubereitung,  Pflege und Ernte des von ihnen angebauten Gemüses, wie Salat, Gurken, Mangold, Tomaten und Paprika beigebracht. Mit diesem Projekt sollen die Kinder den Wert des Landes ,den Schutz der Natur und den Wert der Teamarbeit vermittelt bekommen. Ziel ist es das Bewusstsein für die Natur und die Achtung vor der Umwelt zu schärfen.

Dies war ein kurzer Einblick in das Leben des Jungenkinderheimes Casa Hogar de Jesus.

 

Casa de Luca: In diesem Heim werden unterversorgte, misshandelte und/oder von ihren Eltern allein gelassene Kinder in einem guten und kindgerechten Lebensraum mit liebevoller und professioneller Zuwendung versorgt. Der Namen des Heims wurde der Freiwilligen Luca Crasemann gewidmet, die im Jahr 2009/2010 ein soziales Jahr in Santo Domingo absolviert hatte und bei einem schweren Busunglück in Santo Domingo, zusammen mit ihrer Freundin Annette (Casa Annette) ums Leben gekommen ist. Luca wollte schon damals ein eigenes Hilfsprojekt gründen, um den armen Kindern dort zu helfen. Nach ihrem Tod ist dann dieses Kinderheim entstanden. Ein altes, unbewohntes Haus in Santo Domingo wurde saniert und renoviert und dadurch entstand ein schönes, wohnliches und personell gut versorgtes Kinderheim, indem die Kinder spielen, lachen, lernen, kochen, basteln, einfach Kind sein dürfen.

 

 

 

 

 

Weiterhin wurden und werden auch unsere anderen Projekte unterstützt:

  1. Valle Feliz (Mädchenkinderheim), vergleichbar mit dem Casa Hogar de Jesus

  2. FASCA – Fundacion Accion Social Caritas

  1. Casa de Acogida  Annette, Kinderheim

  2. Centro de Rehabilitacion (Rehabilitationszentrum)

  3. Centro de Desarollo Infantil (Kleinkinderbetreuung)

  4. Centro de Recuperacion Nutricional (Ernährungszentrum) und ein Klinikum

  1. David

  2. Mutter-Kind-Heim     

  3. Schulstipendien

  4. Universität - Stipendien

  5. Altenpflegeheim

  6. Armenviertel

  7. Dachdeckerprogramm in den Armenvierteln                                             

 

Die Kinderheime stehen nach der Pandemie ohne Präsenzunterricht vor der Herausforderung, das Lernen zu intensivieren, da es nun viel mehr Jungen und Mädchen gibt, die im schulischen Bereich besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Frühzeitig genug werden die Jugendlichen auch dazu animiert, Praktiken z. B. beim Bäcker oder im Gartenbau, zu absolvieren. Ein Teil davon beginnt danach eine Ausbildung und ein anderer Teil geht auf eine weiterführende Schule. Es wird daraufhin gearbeitet, dass sie ein selbstständiges Leben führen können und damit eine Perspektive für die Zukunft haben.

 

Diese Projekte werden von ihren Mitarbeitern und Freiwilligen mit der gleichen Hingabe unterstützt, wie das Jungenkinderheim. Auch dort wird mit aller Kraft darauf hingearbeitet, dass alle Menschen jeglichen Alters ein wenig sorgloser und damit glücklicher im Leben sein können.

 

Alle zwei Jahre werden wir weiterhin alle kirchlichen und sozialen Einrichtungen in Santo Domingo besuchen, um uns einen Überblick darüber zu verschaffen, wie ihre Spenden verwendet wurden, um mit den Menschen dort persönlich zu sprechen und zu schauen, wo und welche Hilfe noch gebraucht wird.

 

Wiederum wollen wir Ihnen hier bestätigen, dass

alle Spenden, Zuwendungen und Zustiftungen werden zu 100% zugunsten des Stiftungszweckes verwendet. Der Stiftungsvorstand erstattet alle Aufwendungen durch Ausgleichsspenden. Es entstehen der Stiftung daher keinerlei Kosten.

 

(Bescheinigung des Steuerberatungsbüros liegt bei)

 

Zum Abschluss sagen wir Ihnen allen noch einmal „Danke“, für Ihre großzügigen Spenden und Unterstützungen. Wir führen diese Stiftung, aus Liebe zu den Menschen vor Ort und wollen sie mit Ihrer Hilfe, zum Segen der Kinder und Menschen, die weiterhin auf unsere Hilfe hoffen, mit aller Kraft weiterführen.

 

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachten, Gesundheit und Glück im Jahre 20223

 

 

 

Dieter Schmich und Karin Pfeifer

(Vorstände der Stiftung)

 

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